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Presse

Pressemitteilung von 03/2007

Arbeitsmarkt Fitness – Chancen für Profis und Seiteneinsteiger

Rund 100.000 Menschen arbeiten als neben- oder hauptberufliche Trainer in der Fitness-Branche. Die Tendenz ist steigend, ambitionierte Sportler und Seiteneinsteiger drängen in den Markt. Wir sprachen mit Christa Kloppenburg, die in Münster seit zehn Jahren Trainer aus- und weiterbildet, über Qualitäten, Qualifikationen und Chancen am Arbeitsmarkt.

Frage: Frau Kloppenburg, welche Trainer braucht ein Studio?

Das kommt zunächst auf die Perspektive an. Der Studiobetreiber sucht flexible und gut ausgebildete Mitarbeiter, die in mehreren Bereichen einsetzbar sind: Trainingsbereich, Kurse, kaufmännische Bereiche und Service. Der Kunde setzt auf den sportbegeisterten Trainer, der gute kommunikative Fähigkeiten hat und in Trainings- und Gesundheitsfragen jederzeit eine Antwort weiß.

Dazu kommt die inhaltliche Ausrichtung des Studios: Wer Qualität anbieten und die Ansprüche der Kunden erfüllen möchte, braucht gute Fitness- und Gesundheitstrainer, ein umfassendes, modernes Kursprogramm und in gewissem Umfang eine Fokussierung auf einzelne Zielgruppen.

Aber es stellt sich nicht nur die Frage nach dem guten Trainer, sondern auch nach der Qualifizierung der Studioleitung: ein durchschnittlich großes Studio hat ca. 800 Mitglieder und erzielt einen Umsatz von annähernd 400.000 Euro pro Jahr. Bei diesen Zahlen reichen Enthusiasmus und Sportbegeisterung nicht mehr aus. Deshalb legen wir in der FitnessAkademie großen Wert darauf, nicht nur gute Trainer auszubilden, sondern auch Angebote für Studioinhaber bzw. leitende Angestellte zu entwickeln.

Frage: Wie stark werden diese Ansprüche heute in der Praxis gelebt?

Fitness- und Gesundheitstrainer sind mittlerweile eine feste Größe für alle Studios, die ein Mindestmaß an Qualität anbieten. Im Kursbereich ist es vor allem wichtig, auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Trainingspläne in den Studios wechseln normalerweise zweimal im Jahr. Neue Angebote setzen voraus, dass die Trainer sich mit den Trends beschäftigen. Die Fitness-Akademie bietet alleine ca. 40 Workshops im Halbjahr an. Und dennoch ist die Nachfrage nach ausgebildeten Trainern für Kurse wie IndoorCycling oder Pilates ist wesentlich höher als das Angebot. Davon unabhängig werden die nächsten Jahre durch eine weitere Spezialisierung auf bestimmte Mitgliedergruppen bestimmt werden.

Frage: Was sind das für Gruppen?

Die Zahl junger Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Übergewicht steigt. Eine kleine gut, betuchte Klientel möchte ganz individuell mit einem Personal-Trainer arbeiten. Und bei einem Durchschnittsalter von ungefähr 40 Jahren wird zwangsläufig die Zahl der Kunden immer größer, bei der an erster Stelle die Gesundheit steht und nicht das Erreichen körperlicher Höchstleistungen. Hier sind die zukünftigen Märkte. Und deshalb setzen wir heute in der Ausbildung in diesen Segmenten erste Schwerpunkte.

Frage: Sind Trainer im Fitness-Bereich gesuchte Leute?

Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten. Wir müssen immer unterscheiden: Lässt sich ein Teilnehmer ausbilden oder übt er bereits eine Tätigkeit in einem Studio aus und möchte seine Qualifikation verbessern. Möchte er Vollzeit, Teilzeit, auf Honorarbasis oder selbstständig arbeiten? Will er eher kaufmännisch, als Trainer oder als Kursleiter arbeiten? Ist der Arbeitsplatz ein Fitness-Studio oder eine physiotherapeutische Praxis? Sicher ist nur eins: Qualität und Qualifikation haben den gleichen Wortstamm. Und es gibt in der Branche nach Jahren des Preisdumpings ein erkennbares Qualitätsbewusstsein.

 

Pressemitteilung von 01/07

Erfolg mit Ausbildung - Münsteranerin bildet seit zehn Jahren Trainer in Sport und Gesundheit aus

Die FitnessAkademie in Münster feiert ihr 10jähriges Bestehen. Seit 1996 können angehende Trainer aus Sport- und Gesundheitsberufen sich in Münster aus- und fortbilden lassen. Der Markt wächst: Fast fünf Millionen Menschen trainieren bundesweit in Fitness Studios, die Grenzen zwischen Sport und Gesundheit weichen immer mehr auf.

An die Anfänge der Fitness-Akademie kann sich Inhaberin Christa Kloppenburg noch gut erinnern: „Ich war damals verantwortlich für den Trainingsbetrieb in einem großen Münsteraner Gesundheitszentrum. Und wir hatten einfach Mühe für unsere Trainerfortbildungen hochwertige und praxisnahe Angebote zu finden. Also habe ich begonnen, mich in die Materie einzuarbeiten."

Diese Zeiten sind längst passe. Das Münsteraner Unternehmen hat sich zu einer kleinen, respektablen Adresse in der Branche gemacht. Rund 600 Absolventen verlassen die Akademie jährlich mit Abschlüssen wie Fitness- und Gesundheitstrainer, Health-Coach, Step Master oder nehmen an den Themen-Workshops teil.

„ Die steigenden Teilnehmerzahlen spiegeln die Entwicklung der Fitness-Branche und den Trend zur Gesundheitsorientierung wider. Gleichzeitig fragen immer häufiger Physiotherapeuten und andere eher medizinisch geprägte Berufsgruppen unsere Angebote nach. Dies ist sicherlich ein Indiz für die Professionalisierung der Ausbildung insgesamt", erläutert C. Kloppenburg die Geschäftsentwicklung.

Mit einer „One-Woman-Show" ist diese Aufgabe nicht mehr zu bewältigen: Physiotherapeuten, Sportmediziner, Studiobesitzer und Trainer arbeiten als Referenten zu und tragen zum Erfolg der Teilnehmer bei.

Einen Wermutstropfen hat der unternehmerische Erfolg allerdings schon: „Bei dem ganzen Stress bin ich froh, wenn ich selbst mal zum trainieren komme", klagt Christa Kloppenburg über die Kehrseite des Sportgeschäfts.